Ausflug in die Vergangenheit und Gegenwart der Möbelbaukunst

 

Am 19. 1. 2011 traf sich die Oberstufe der Tischler im Museum für angewandte Kunst in Frankfurt.
Die Gruppe wurde von dem Gesellenprüfungsausschussvorsitzende Herrn Paulheinz Müller auf ihrem Rundgang begleitet.

Nach einer kurzen Einführung und der Bezahlung des Eintritts, der für die Teilnehmer von der Tischlerinnung gesponsert wurde startete der Rundgang in der Abteilung mit Möbeln aus der Epoche der Romanik. Neben den Kurzvorträgen der Schüler informierte Herr Kallenberg über die Besonderheiten einzelner Möbel. Zur Vertiefung ihrer Kenntnisse bearbeiteten die Schüler zusätzlich ein Arbeitsblatt, auf dem Möbel des Museums abgebildet waren.

Hochmotiviert und mit dem Interesse für Details ging es so von Abteilung zu Abteilung.
In der Villa Metzler hatte die Gruppe das Glück, einen Musiker zu treffen, der ein altes, klassisches Cembalo spielte. Er übte im Museum, weil er mit dem Instrument, das als eines der ältesten, funktionierenden Cembalos gilt, eine CD aufnehmen soll. Für die Schüler unterbrach er seine Übungen und erklärte ihnen den Aufbau und die Funktion des Instrumentes.

Nach einer kurzen Pause ging es dann im Museum weiter zu den aktuellen ausgestellten Gesellenstücken. Die Stücke hatten alle am Wettbewerb, "Die Gute Form im Handwerk" teilgenommen.
Wie im letzten Jahr siegte auch diesmal ein Gesellenstück aus der Schreinerei Clemens Müller, Hofheim - Diedenbergen. Neben diesem Stück von Isabell Schalk, gab es eine große Anzahl weiterer, sehr interessanter Möbel zu besichtigen. Da die Gruppe durch Frau Jung eine Begleitung vom Museum hatte, konnten die einzelnen Möbelstücke auch geöffnet werden. Diese Möglichkeit offenbarte auch Details der Konstruktion bzw. des Innenlebens.
Gerade die Spannung zwischen Technik, Aufwand und Design führte in der Gruppe immer wieder zu angeregten Diskussionen.

Der erfolgreiche Besuch des Museums wird im nächsten Jahr mit anderen Schülern eine Fortsetzung finden. Für nachfolgende Auszubildende findet hoffentlich die Ausstellung der Gesellenstücke auch wieder im MAK statt und vielleicht ist ja wieder ein Kandidat aus der Tischlerinnung Main -Taunus dabei.

Klasse 12 HO im Museum für angewandte Kunst


Raphael Krempel liest Informationen zum Zeitalter der Gotik vor


Mittelalterliche Eichetruhe im Brettbau


Klappstuhl aus der Zeit der Gotik


Renaissance Schreibpult mit Perlmutteinlagen


Furnierter Fassadenschrank von 1570 – 90


Nussbaumschrank aus dem Barock


Bemalter Schreibschrank (Chinamode) aus dem Rokoko


Demonstration des Cembalos


Demonstration des Cembalos


Jugendstil


Jugendstil


Klasse vor dem Siegerstück der guten Form


Gesellenstücke werden genauestens begutachtet


Säulenmöbel mit der Kombination vom Imitationsbetonplatten und Furnier


Schreibtisch in Buche mit Vollholzplatte und verschobenem Korpus


Bar mit Koffertüren


Laptoptisch


Laptoptisch


Großes Interesse auch für die Einzelheiten


Manches will man ganz genau wissen


Drehbarer Säulenschrank


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