Werkstatt für behinderte Menschen WfbM
 
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Allgemeine Informationen

Die Brühlwiesenschule in Hofheim bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in den Berufsbildungsbereich der WfbM aufgenommen wurden, Berufsschulunterricht an. Die rechtliche Grundlage dieser Maßnahme bildet die Verordnung über. sonderpädagogische Förderung vom 17. Mai 2006 (Abl.6/06). Nach dieser Verordnung können junge Erwachsene, die in den Arbeitstrainingsbereich einer Werkstatt für Behinderte aufgenommen wurden, mindestens zwei Jahre lang Berufsschulunterricht erhalten (§2,Abs.3).
Auf Antrag ist darüber hinaus eine Verlängerung des Berufsschulunterrichts um bis zu zwei weitere Jahre möglich. Die wesentlichen Punkte der Ausbildungsordnung sind:

Welche Inhalte und Ziele hat der Berufsschulunterricht?

Mit dem Eintritt in die WfbM beginnt für die jungen Menschen ein neuer Lebensabschnitt. Die Kindheit liegt hinter ihnen, zunehmend findet eine Ablösung vom Elternhaus statt. Oft wird der Auszug aus dem Elternhaus vollzogen oder doch zumindest erwägt. Die Anforderungen aus der realen Arbeitssituation in der WfbM und dem Eintritt ins Erwachsenenleben bestimmen im wesentlichen die Inhalte des Unterrichts. Ziel ist es, die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler sowohl bezogen auf ihr Arbeitsleben als auch im Hinblick auf andere Lebensbereiche zu erweitern. Der Berufsschulunterricht ist dabei kein Ersatz für die arbeitsbegleitenden Maßnahmen der WfbM und die innerbetriebliche Ausbildung, sondern vielmehr Ergänzung und Erweiterung.

Welche Fächer und Lernbereiche gibt es?

Wir bieten derzeit Unterricht in folgenden Fächern bzw. Lernbereichen an:
  • Hauswirtschaft / Ernährung

  • Wir planen gemeinsam Gerichte, kaufen ein, kochen und essen zusammen. Mögliche Themen sind außerdem "Hygiene", "gesunde Ernährung", "Rechnen mit Geld" u.a.
  • Holz und Metall

  • Wir stellen Werkstücke aus Holz und Metall her. Dabei lernen wir Arbeitsgänge zu planen, mit Werkzeugen und Materialien richtig umzugehen u.v.m.
  • Lernen am PC

  • Wir lernen mit Übungsprogrammen zum Lesen, Schreiben, Rechnen und zu sachkundlichen Themen (vorwiegend "Budenberg"). Je nach Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler ist z.B. auch eine Einführung in die Arbeit mit "Word" oder die Nutzung des Internets möglich
  • Allgemeinbildender Unterricht

  • Themen des allgemeinbildenden Unterrichts ergeben sich aus den Interessen der Schüler und Schülerinnen oder auch aus aktuellen Anlässen. Bisherige Themen waren zum Beispiel
    • Wahlen (Hessischer Landtag, Bundestag, Kommunalwahlen)

    • Polizei
    • Volkshochschule
    • Bücherei
    • Unsere Sinne
    • Flughafen
    • ....
    Dabei unternehmen wir nach Möglichkeit im Rahmen der Themen auch Ausflüge, um "vor Ort" zu lernen.
  • Berufsbildender Unterricht

  • Ein Schwerpunkt liegt hier darauf, die Arbeitsbedingungen und Strukturen in der WfbM zu reflektieren. Themen sind hier u.a. "Mein Werkstattvertrag", "Wer macht was in der WfbM? (Organisationsstruktur)" oder "Rechte und Pflichten von MitarbeiterInnen". Außerdem werden einzelne Fähigkeiten geübt, die in den Arbeitsbereichen der WfbM benötigt werden, wie zum Beispiel der Umgang mit der Waage oder dem Hohlmaß.
  • Lesen, Schreiben, Rechnen

  • Für die jungen Erwachsenen bedeutet das Ende der Vollschulzeit und der Eintritt ins Arbeitsleben leider häufig, dass die bereits erworbenen Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen kaum noch genutzt werden. Dem wollen wir entgegenwirken und nutzen hierfür im Rahmen aller Fächer und Lernbereiche möglichst jede Gelegenheit, die sich bietet, um zumindest das bisher erreichte Niveau zu erhalten.
  • Sport

  • Hier steht die Förderung der allgemeinen motorischen Fertigkeiten sowie der Kraft, Koordination, Ausdauer und Beweglichkeit der SchülerInnen im Mittelpunkt. Das Bewegen auf Musik, die Durchführung freizeitrelevanter Sportspiele (zum Teil mit vereinfachten Regeln) sowie das Einüben von Entspannungstechniken bilden feste Bestandteile des Unterrichts

Wo findet der Unterricht statt?

Der Unterricht findet an der Brühlwiesenschule in einem gut ausgestatteten Klassenraum statt. Neben der klassischen Tafel stehen sechs Computer mit Internetanschluss und geeigneter Lernsoftware zur Verfügung. Eine Sitzecke lädt zum Lesen und Entspannen ein; dort findet sich außerdem vielfältiges Material für die freie Arbeit.
Des weiteren verfügt der Raum über Küchenausstattung. Zwei Kochstellen ermöglichen die Zubereitung warmer Speisen sowohl im Stehen als auch im Sitzen, so dass auch Rollstuhlfahrer am Herd arbeiten können.
Für die im Unterricht benutzten Tisch-, Hand- und Geschirrtücher steht außerdem eine Waschmaschine, Bügelbrett und Bügeleisen bereit, so dass auch die Wäschepflege erlernt werden kann.
Der Raum liegt innerhalb des Schulgebäudes zentral, unmittelbar neben dem Foyer, in dem die gemeinsame Cafeteria mit der Main-Taunus-Schule untergebracht ist.
Die SchülerInnen begrüßen erfahrungsgemäß die Gelegenheit zur Begegnung mit Menschen außerhalb der Bereiche Familie und WfbM.
Für den Unterricht im Lernbereich "Holz und Metall" stehen den SchülerInnen die entsprechenden Werkräume zur Nutzung offen, die auch von anderen Klassen belegt werden.
Der Sportunterricht findet in der Kreissporthalle in Hofheim statt. Für Angebote im Freien wird der Freizeitpark Kriftel genutzt, außerdem besteht Möglichkeit, ins Schwimmbad zu gehen (Freibad im Sommer, Rhein-Main-Therme in der kühleren Jahreszeit).
In unregelmäßigen Abständen werden Unternehmungen außerhalb der Schule geplant, wie z.B. Museums- oder Theaterbesuche, Kegeln, Besuch bei einem Imker etc.

Wie groß sind die Lerngruppen und wie viel Unterrichtsstunden erhalten die Schüler pro Woche?

Die Lerngruppen bestehen in der Regel aus acht SchülerInnen, die von zwei LehrerInnen unterrichtet werden.
Die wöchentliche Unterrichtszeit umfasst derzeit zwischen vier und sechs Unterrichtsstunden.

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